
«Es ist von zentraler Bedeutung, dass die Allgemeinheit sich umfassend und verständlich über wissenschaftliche Forschung und ihre Resultate informieren kann. Wenn man wissenschaftliche Erkenntnisse einem kleinen Kreis von Menschen vorbehält, wird dadurch der philosophische Sinn eines Volkes geschwächt, was zu seiner geistigen Verarmumg führt.» (Albert Einstein, Princeton 1948)
Die Albert Einstein-Gesellschaft ist ein Verein mit folgenden Zielen:
- Führung des als Gedenkstätte eingerichteten Einstein-Hauses
- Verleihung der Einstein-Medaille
- Herausgabe der Zeitschrift Olympia
- Durchführung von Veranstaltungen für ihre Mitglieder
- Pflege des Kontakts mit der Universität Bern, öffentlichen Institutionen und Behörden
Im Sinne dieses Zitats wurde am 28. Juni 1977 die Albert Einstein-Gesellschaft auf Initiative von Dr. Max Flückiger gegründet. Seiner Amtszeit sind unter anderem die Eröffnung des Einstein-Hauses, die Umbenennung einer Strasse nach dem Namen Einsteins, die Verleihung der Einstein-Medaille und die Gründung des wissenschaftlichen Kuratoriums zu verdanken.
Am 14. März 1979 – zum 100. Geburtstag Einsteins – wurde an der Kramgasse 49 in Bern das Einstein-Haus eröffnet. Die Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass die Wohnung von Albert Einstein als Gedenkstätte der Oeffentlichkeit zugänglich bleibt.
Die Einsteingesellschaft freut sich über jedes neue Mitglied. Ihr Vorstand trifft sich mehrmals pro Jahr, um das laufende Geschäft, neue Ideen, usw. zu diskutieren. Statuten
Einstein-Medaille

Die Medaille wird an Persönlichkeiten für hervorragende wissenschaftliche Forschungen, Werke oder Arbeiten im Zusammenhang mit Albert Einstein verliehen.
Zeitschrift Olympia

Die Gesellschaft gibt jedes Jahr das Magazin heraus, mit Informationen zum Vereinsleben, vieles rund ums Einsteinhaus und Wissenswertes oder Amüsantes aus Einsteins Leben.
Einstein-Lectures

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Prof. Donna Strickland, University of Waterloo, Canada, Nobel Prize Winner in Physics 2018 presented 3 lectures on the topic ‚ Laser physics and optics‘ Generating short pulses for making molecular movies Particle acceleration with intense fiber lasers for medical applications Global Environmental Measurement and Monitoring (GEMM)
Dr. Paul Burkhard, Präsident
Heinz Messerli, Leiter Finanzen
Prof. Dr. Silvio Decurtins
Walter Inäbnit
Prof. Dr. Jürg Schacher
Prof. Dr. Christiane Tretter
Georg von Wattenwyl
Dr. Stefan Widmer
Das wissenschaftliche Kuratorium stellt Antrag für Preisträger der Einstein-Medaille
Prof. Dr. Philippe Jetzer (Präsident), Zürich
Prof. Dr. Matthias Blau, Bern
Prof. Dr. Camille Bonvin, Genève
Prof. Dr. Jean-Philippe Brantut, EPFL
Prof. Dr. Mikko Laine, Bern
Prof. Dr. Susanne Reffert, Bern
Dr. Paul Burkhard
Leiterin:
Tatsiana Widmer
Organisation «Führungen»
Tatsiana Widmer
Führungen
Silvia Bamonte
Iongsin Bänteli
Hyun-Suk Frutiger-Kim
Christina Mazotti
Jeannette Ritschard
Ju-Chao Shu-Balandies
Tatsiana Widmer
Mitarbeitende an der Kasse
Ju-Chao Shu-Balandies
Iongsin Bänteli
Hyun-Suk Frutiger-Kim
Therese Jost
Hiroko Kaenel
Priska Linder
Christina Mazotti
Kayoko Nakamura
Jeannette Ritschard
Ellena Sachiyo
Sandra Schütz

Präsident Dr. Paul Burkard
Die 1977 gegründete Albert Einstein Gesellschft (AEG) betrachtet es als eine ihrer wichtigen Aufgaben, “[…]sicherzustellen, dass die seinerzeitige Wohnung von Albert Einstein im Hause Kramgasse 49 in Bern der Öffentlichkeit als ein Ort der Erinnerung an die wissenschaftliche Leistung des Gelehrten zugänglich bleibt.” ( Statuten, Artikel 3.1.).
Auch 2025 gelang es der Gesellschaft, dieser Zielsetzung mit großem Erfolg gerecht zu werden. Knapp 100’000 Personen besuchten die bescheidene 55 m2 umfassende Altstadtwohnung. Dies bedeutet eine markante Zunahme der Besucherzahlen und führte zu einem neuen Höchststand. Ein solches Ergebnis hätte noch vor wenigen Jahren als kaum realisierbare Vision gegolten.
Im Berichtsjahr blickt die Gesellschaft deshalb auf eine ausgesprochen erfolgreiche Entwicklung zurück. Wir haben das Einsteinhaus einmal mehr als attraktiven Ort für zahlreiche Besucher Berns positioniert.
Neben dieser äusserst positiven Entwicklung wurde das Jahr von zwei Ereignissen überschattet.
Einmal die schleichende Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Präsidenten Hans-Ruedi Ott, der sich Ende des letzten Jahres gezwungen sah, sich umgehend zurückzuziehen und die Leitung der Gesellschaft per sofort abzugeben. Der Vorstand beobachtete diese Entwicklung seit längerem und reagierte mit der Einsetzung eines Vizepräsidenten zur Entlastung des Präsidenten.
Zudem verstarb am 24.Oktober Peter Minkowski. Mit seinem Ableben verliert die Albert-Einstein-Gesellschaft eine außerordentlich engagierte Persönlichkeit, der unser Verein außerordentlich viel zu verdanken hat. Er leitete während vieler Jahre das wissenschaftliche Kuratorium der Gesellschaft, das mit grosser Sorgfalt und Weitsicht die Albert-Einstein-Medaillenträger auswählte. Der Verstorbene wünschte, dass anstelle von Blumenspenden die Albert-Einstein-Gesellschaft beschenkt werde.
Anlässe und Veranstaltungen
Bei den bewährten Teilnahmen der Gesellschaft an der Museumsnacht (Mitte März) und der Aktion Gratis ins Museum (an fünf Samstagen im August) erwies sich das Einsteinhaus, trotz enger Räumlichkeiten, wiederum als Publikumsmagnet mit über 1’000 Besucher und Besucherinnen pro Anlass.
Bei der Museumsnacht fiel das Interesse an den Vorträgen von Jürg Schacher und Paul Burkhard in den Räumlichkeiten der Zunft zur Metzgern, besonders auf. Der Vorstand verdankt dieses Engagement.
Des Weiteren waren die öffentlichen, wissenschaftlich orientierten Anlässe ein voller Erfolg! Sowohl die Feier zur Vergabe der Einstein-Medaille an Prof. Robert Wald als auch die Vorträge im Rahmen der Einstein- Lectures, 2025 im Bereich der Physik, die in Zusammenarbeit mit der Universität organisiert wurden, stießen auf grosses Interesse und lockten eine riesige Hörerschaft an. Prof. Donna Strickland, Nobelpreisträgerin von 2018, hat es verstanden, die Zuhörerinnen und Zuhörer mit ihren Ausführungen zu ihren Arbeiten zur Laserphysik zu begeistern
Einstein Haus
Wie üblich wurde der Januar für kleinere Unterhaltsarbeiten im Haus und die Reinigung der Ausstellungsräume reserviert. Wie jedes Jahr begann dann die offizielle Besuchersaison am 1. Februar.
Dass der anschließende Betrieb auch bei hohem Besucheraufkommen reibungslos verlief, ist auf die unermüdliche und kompetente Leitung von Tatsiana Widmer sowie auf das engagierte und erfahrene Aufsichtspersonal zurückzuführen. Neben der Verantwortung für das Aufsichtspersonal und den Betriebsablauf, obliegt der Leiterin auch die Betreuung der Ausstellung, die Koordination mit aussenstehenden Institutionen, anderen Museen und “Bern Tourismus”.
Es ist nicht selbstverständlich, dass die Mitglieder des Teams mit großem Engagement ihre Aufgabe wahrnehmen und Gruppen durch die Gedenkstätte führen, wobei sie ihre Führungen mit informativen Vorträgen ergänzen. Der Vorstand ist sich der Tatsache bewusst, dass die Leiterin und das Aufsichtspersonal des Einstein-Hauses eine besonders bedeutsame Aufgabe erfüllen, nämlich die Pflege des Images der Gedenkstätte.
Mitglieder – Versammlung
Die Versammlung fand am 27.Mai 2025 wiederum in den Räumlichkeiten der Universität Bern statt. Paul Burkhard, in Vertretung des Präsidenten, wies auf die verschiedenen erfolgreich durchgeführten Anlässe hin. Er stütze sich dabei auf den schriftlichen Jahresbericht 2024, der in der Olympia-Ausgabe 2025 veröffentlicht wurde.
Im Anschluss an den kommentierten Jahresbericht präsentierte der Kassier die Jahresrechnung 2024 auf klare und transparente Weise. Nach Kenntnisnahme der wie immer tadellos geführten Jahresrechnung und des positiven Revisionsberichts der Firma FIDURIA AG erteilten die Anwesenden dem Vorstand ohne Vorbehalte die Décharge.
Die gemäss Statuten alle 4 Jahre geforderten Erneuerungswahlen der Vorstandsmitglieder und der Revisionsstelle wurden durchgeführt. Alle Mitglieder wurden wiedergewählt wie auch die Revisionsstelle.
Ohne Gegenstimme wurde der Vorschlag angenommen, den Mitgliederbeitrag gleich zu belassen.
Wissenschaftliches Kuratorium
Am 21. November 2025 tagte das Kuratorium zur Auswahl für die Vergabe der Einstein Medaille 2026 erstmals in der neuen Zusammensetzung unter der kompetenten, engagierten und effizienten Leitung von Prof. Philipp Jetzer. Nach intensiv geführter Diskussion entschied man sich einstimmig auf einen herausragenden Forscher im Gebiete des Gravitationslinseneffektes und Pionier des experimentellen Nachweises und deren Anwendungen. Der Vorstand hat den Vorschlag des Kuratoriums offiziell bestätigt.
Albert Einstein beschrieb das Phänomen des Gravitationslinseneffektes bereits in seinen Notizbüchern von 1912, glaubte aber nicht an die Möglichkeit eines experimentellen Nachweises. Nach ersten Beobachtungen an der Sonne im Jahr 1919 gelang erst 1979 dank verbesserter Beobachtungstechniken der experimentelle Nachweis.
Vorstand
Der Vorstand hat sich im vergangenen Jahr an drei Sitzungen mit aktuellen Fragen der Gesellschaft befasst. Nach dem sofortigen Rücktritt des Präsidenten musste eine Nachfolgeregelung getroffen werden.
Weiterer Schwerpunkt der Diskussionen war der Entscheid der Stadt Bern, ihre finanzielle Unterstützung ab 2027 einzustellen. Der hohe Eigenfinanzierung-grad der Gesellschaft führte zu diesem Entscheid, der dank den grossen Besucherzahlen entstand. Der Vorstand nahm dies mit Bedauern zur Kenntnis. Er wird darauf bedacht sein, den Kontakt zur Stadt aufrechtzuerhalten
Im Rahmen des Controlling Gesprächs mit der Stadt wurde die Gesellschaft verpflichtet, einen Verhaltenskodex für die Gesellschaft und das Personal zu erarbeiten.
Der Vorstand beschloss außerdem, die Eintrittspreise im Jahr 2026 zu erhöhen, nachdem sie seit längerer Zeit unverändert geblieben waren. Neu wurde auch die Möglichkeit geschaffen, Eintritte und Führungen on-line zu bestellen und bezahlen. Das erste Software – Produkt musste aber bereits nach einigen Monaten ersetzt werden, da die Firma diesen Service unvermittelt einstellte.
Dank
Tatsiana Widmer und dem motivierten Aufsichtsteam gehört einmal mehr ein ganz besonderer Dank und hohe Anerkennung für das grosse Engagement.
Dies gilt auch für unseren Kassier, Heinz Messerli, der das Finanzwesen fachmännisch und mit grossem Einsatz betreut.
Die Gesellschaft durfte im vergangenen Jahr wiederum auch auf die wertvolle Unterstützung verschiedener Institutionen zählen. Wir möchten uns an dieser Stelle bei dem Gemeinderat und den Kulturbehörden der Stadt für die finanzielle Unterstützung im 2025 bedanken.
Wir möchten uns auch bei der Firma ««P|S|P swiss property»» als Vermieterin der Liegenschaft für ihre konstruktive Begleitung bei baulichen Fragen des Einstein-Hauses bedanken. Ferner konnte der Mietvertrag für die Jahre 2025 bis 2030 definitiv – zusammen mit der Option einer Verlängerung bis 2035 – unterzeichnet werden.
Abschließend möchten wir den beteiligten Instituten der Universität – namentlich den Fachbereichen Physik, Mathematik und Philosophie – sowie deren Kommunikationsstelle unseren Dank aussprechen. Die Zusammenarbeit im Rahmen der Vorlesungen war auch dieses Mal von großer Effizienz und Freundlichkeit geprägt.
Paul Burkhard, Präsident
Erfolgsrechnung
(Revision: FIDURIA AG)
