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Einsteinfeier 2012 - Verleihung der Einstein-Medaille

Am 10. Mai 2012 erhielt der französische Quantenphysiker Alain Aspect die Einstein-Medaille. Den Anlass  eröffnete Philippe Jetzer mit einer Laudatio. Danach überreichte der Präsident der Einstein-Gesellschaft, Hans-Rudolf Ott die Einstein-Medaille.

In seinem Vortrag mit dem Titel „From Einstein’s intuition to quantum bits: a new quantum age?“ zeigte Professor Aspect, wie er mittels Experimenten den schwierigen Aussagen der Quantenphysik zu Leibe rückt. Er sprach über Einsteins Verhältnis zur Quantenphysik, welches mit einer fundamentalen Interpretation des Photoeffekts 1905 begann, was Einstein den Nobelpreis eintrug. Die bekannte Diskussion zwischen Einstein und Bohr waren ein Vorgeschmack, was die Physik mit der Quantentheorie erleben sollte.
Einsteins Haltung zur Quantenphysik war die folgende: Der Wahrscheinlicheitscharakter rührt von noch nicht bekannten Prozessen her. Sind die einmal entdeckt, dann lässt sich die Physik des Mikroskopischen Kleinen deterministisch beschreiben. Aspect führte aus, dass diese Interpretation nicht haltbar ist.


Der Präsident des Kuratoriums, Philippe Jetzer


Hans-Rudolf Ott überreicht Alain Aspect die Einstein-Medaille


Der obligate Läbkuchen darf nicht fehlen!


Der Präsident führte souverän durch den ganzen Anlass



Der Laureat bei seinem Vortrag



Alain Aspect, 2012

Hansjörg Friedli


(Photos Stephan Widmer)

Vorstellung des Laureaten
Die Albert Einstein Gesellschaft verleiht am 10. Mai 2012 Professor Alain Aspect die Einstein-Medaille in Anerkennung seiner fundamentalen Beiträge zur Quantenphysik, insbesondere für seine experimentellen Tests der Bell’schen Ungleichungen.

Alain Aspect


Alain Aspect wurde am 15. Juni 1947 im französischen  Agen (Lot et Garonne) geboren.
1965 begann er an der Ecole Normale Supérieure in Cachan und an der Universität Orsay mit dem Studium, welches er 1969 mit dem Staatsexamen in Physik abschloss. Im Anschluss machte seinen Master unter dem Thema „Fourier spectroscopy by holography”. Nach drei Jahren als Lehrer in Kamerun in Form eines Freiwilligeneinsatzes, begann er sein Doktorat an der Universität Orsay mit Experimenten zu den Grundlagen der Quantenmechanik, welches er 1983 unter dem Titel „Three experimental tests of Bell’s inequalities with correlated photons“ abschloss. Daneben war er Lehrer an der Ecole normale Supérieure in Cachan. Von 1983 bis 1986 entwickelte er zusammen mit seinem Student Philippe Grangier die erste Ein-Photon-Quelle und machte fundamentale Experimente zur Wellen-Materie-Dualität. Seine Arbeiten spielten eine entscheidende Rolle in der gerade entstehenden Quanteninformatik. Bis 1992 befasste er sich zusammen mit  Claude Cohen-Tannoudji mit dem Abkühlen von Atomen mittels Laser und insbesondere mit dem Abkühlen unter den Ein-Photon-Rückstoss. Alain Aspect ist verheiratet und Vater zweier Kinder.
Professor Aspect ist seit 1991 Leiter der Atom-Optik-Gruppe, welches er am Optik-Institut in Palaiseau gegründet hatte. Geforscht wird über Bose-Einstein-Kondensation, Atom-Laser, Quantenatomoptik mit metastabilem Helium und Anderson-Lokalisierung von ultrakalten Atomen. Aspect hält am Institut de l’Optique und an der Ecole Polytechnique den Augustin-Fresnel-Lehrstuhl inne und ist CNRS-Senior-Scientist am Charles-Fabry-Labor. Er war und ist immer bestrebt, die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und der Industrie zu fördern und war aus diesem Grund als Entscheidungsträger bei France Telecom, Essilor und anderen Firmen tätig. Aspect ist Mitglied des Haut Conseil pour la Science et la Technologie, ein Gremium, das auch den Premierminister berät.
Der diesjährige Laureat ist Mitglied der Académie des Sciences, der Académie des Technologies, der Optical Society of America, der European Optical Society und der American Physical Society. Alain Aspect hat verschiedene Preise erhalten, unter anderem den OSA-Max-Born-Preis (1999), die  CNRS-Gold-Medaille (2005) und den Quantum-Optics-Senior-Preis der Europäischen Physikalischen Gesellschaft (2009).
Hansjörg Friedli
(übersetzt aus dem englischen CV des Laureaten)

Hansjörg Friedli

 
 
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