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Physik
Einsteins Beitrag zur Physik des 20. Jahrhunderts ist unbestritten und in unzähligen Abhandlungen jeder Schattierung beschrieben worden. Am bekanntesten sind wohl die Spezielle und die Allgemeine Relativitätstheorie. Sein wissenschaftliches Werk umfasst aber auch Arbeiten zur theoretischen Mechanik, zur Quantentheorie und wichtige Beiträge zur Kosmologie. Einsteins Ideen haben nicht nur die naturwissenschaftlichen Gemüter erhitzt, was sich unter anderem an vielen philosophischen Schriften im Zusammenhang mit seinen revolutionären Theorien zeigt.

 


Wissenschaftliche Arbeiten
Albert Einstein erarbeitete an der Kramgasse 49 im Jahre 1905 die Spezielle Relativitätstheorie und beschäftigte sich auch mit den Grundlagen zur Allgemeinen Relativitätstheorie.

 

In seiner - wie Einstein selber sagte - beglückendsten und fruchtbarsten Zeit (1902 bis 1909) veröffentlichte Einstein nicht weniger als 32 wissenschaftliche Publikationen. Unter diesen ragen sechs grundlegende Arbeiten heraus, die der erst 26-jährige in seinem Sternjahr 1905 verfasste:

Über einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichtes betreffenden heuristischen Gesichtspunkt
(für diese Arbeit zum Photoeffekt erhielt er den Nobelpreis von 1921)

Über die von der molekularkinetischen Theorie der Wärme geforderte Bewegung
von in ruhenden Flüssigkeiten suspendierten Teilchen
(Problem aus der statistischen Mechanik)

Zur Elektrodynamik bewegter Körper
(Die spezielle Relativitätstheorie)

Ist die Trägheit eines Körpers von seinem Energieinhalt abhängig?
(Aequvalenz von Masse und Energie)

Zur Theorie der Brownschen Bewegung
(1906 erschienen)

Eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen
(seine Dissertation)

Bern wurde damit zum Startpunkt einer einmaligen akademischen Laufbahn. Das Jahr 1905 - oft als "annus mirabilis" bezeichnet - war für Einstein (und damit für die ganze Physikergemeinde) die kreativste wissenschaftliche Schaffensperiode! Seine zunächst sehr skeptisch aufgenommenen Theorien sind heute ein unverzichtbarer Teil der Physik. Die Konsequenzen aus der Relativitätstheorie etwa werden in modernen Beschleunigerexperimenten täglich neu bestätigt.

 

Familie
1903 heiratete Albert Einstein Mileva Maric gegen den Willen ihrer Familien. Die beiden hatten sich während des Studiums an der ETH Zürich kennengelernt. Die aus Serbien stammende Mileva erhielt von ihrem Vater - als hochbegabte Schülerin - die Gelegenheit, in der Schweiz zu studieren. Sie war eine der ersten Frauen, die sich an der ETH für Physik immatrikulierte.
1902 wurde Lieserl geboren, über deren Leben aber vieles im Dunklen geblieben ist. 1904 kam Hans Albert zur Welt
. Er wurde Ingenieur und 1937 Professor für Hydraulik in Berkeley.

 

Freunde
Seine wichtigsten Freunde und Gesprächspartner waren Maurice Solovine und Conrad Habicht. Mit ihnen gründete Einstein die sogenannte "Akademie Olympia" mit dem Ziel, philosophische und wissenschaftliche Probleme zu diskutieren. Auch nach dem Wegzug von Bern hielt Einstein diesen Kontakt aufrecht. Mit einem andern lebenslangen Freund, Michele Besso, diskutierte Einstein - auf ihrem gemeinsamen Heimweg vom Patentamt - des öftern wissenschaftliche Fragen.


Arbeit am Patentamt
Ab Juni 1902 war Einstein - empfohlen durch seinen Freund Marcel Grossmann - technischer Experte dritter Klasse am Berner Patentamt. Im Jahre 1906 stieg er zum Experten zweiter Klasse auf. Neben seiner Erwerbstätigkeit fand er genug Zeit für seine wissenschaftliche Arbeit. Nachdem er 1908 Vorlesungen an der Universität Bern gehalten hatte, kündigte er 1909 seine Stelle am Patentamt und nahm darauf seine Lehrtätigkeit als außerordentlicher Professor für Theoretische Physik an der Universität Zürich auf.


Lebenslauf

1879
Albert Einstein wird am 14. März als erstes Kind von Hermann und Pauline Einstein-Koch in Ulm geboren.
1880
Umzug nach München
1881
Geburt von Alberts Schwester Maja
1888
Luitpold-Gymnasium
1894
Alberts Eltern ziehen nach Pavia und Mailand. Er bleibt vorerst in München.
1895
Albert kommt in die Schweiz.
1896
Maturitätsexamen an der Kantonsschule Aarau, Studium in Physik und Mathematik am Polytechnikum (ETH) in Zürich
1900
Fachlehrerdiplom für Mathematik und Physik
1901
Schweizer Bürger, Hilfslehrer am Technikum Winterthur
1902
Umzug nach Bern, Arbeit am Eidgenössischen Patentamt in Bern als "technischer Experte 3.Klasse", Gründung der "Akademie Olympia"
1902
Geburt von Lieserl
1903
Heirat mit Mileva Maric am 6. Januar
1903
Umzug an die Kramgasse 49 im Herbst
1904
Geburt von Hans Albert
1905
Einsteins "annus mirabilis": Dissertation und Publikation von 5 grundlegenden Arbeiten in den "Annalen der Physik", Wegzug von der Kramgasse 49
1906
Aufstieg zum technischen Experten zweiter Klasse
1907
Erste Versuche, die Gravitationsgesetze auf die Spezielle Relativitätstheorie anzuwenden
1908
Habilitation an der Berner Universität
1909
Kündigung seiner Stelle am Patentamt
1909
Außerordentlicher Professor für Theoretische Physik an der Universität Zürich
1910
Geburt von Eduard
1911
Ordentlicher Professor an der Deutschen Universität Prag
1912
Ordentlicher Professor an der ETH Zürich
1913
Entwurf einer verallgemeinerten Relativitätstheorie, d.h. einer Theorie der Gravitation
1913
Mitglied der Preussischen Akademie der Wissenschaften
1914
Umzug nach Berlin, Frau Mileva und Söhne kehren drei Monate später nach Zürich zurück.
1915
Einstein vollendet die Allgemeine Relativitätstheorie.
1917
Gesundheitlicher Kollaps. Publikation der ersten Arbeit über Kosmologie
1919
Scheidung von Mileva Maric, Heirat mit seiner Cousine Elsa Löwenthal
1919
Sonnenfinsternisexpetition am 29.Mai liefert die Bestätigung der von Einstein vorhergesagten Sternlichtablenkung in Gravitationsfeldern.
1921
Nobelpreis in Physik „für seine Verdienste um die theoretische Physik, und insbesondere für die Entdeckung des Gesetzes für den photo-elektrischen Effekt“
1922
Mitglied der Völkerbundkommission für intellektuelle Zusammenarbeit
1929
Publikation der "Vereinheitlichten Feldtheorie", führt (wie spätere Arbeiten auf diesem Gebiet) nicht zum Ziel
1933
Einstein tritt aus der Preußischen Akademie aus, und emigriert - wie viele andere Juden auch - in die USA.
1933
Professor am Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey
1936
Tod von Einsteins Frau Elsa
1940
Amerikanischer Staatsbürger
1948
Tod von Mileva Maric in Zürich
1955
Am 18. April stirbt Albert Einstein im Alter von 76 Jahren an einem Aortariss.

 

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